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Reisebericht Indien mit Fotos - Reisezeitraum März 2003

Indien

Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra
Jama Masjid - Delhi
Jama Masjid - Delhi
Gateway of India - Mumbai
Gateway of India - Mumbai

Indien liegt in Südasien und auf einer Fläche von 3,3 Millionen Quadratkilometern leben ca. 1,1 Milliarden Einwohner, der zweitbevölkerungsreichste Staat der Welt hinter China. Direkte Grenzen hat Indien zu Pakistan, Tibet, China, Bhutan und Nepal im Norden und im Osten zu Bangladesh und Myanmar. Indien hat einen direkten Zugang zum Indischen Ozean im Osten, Westen, Süden und an seiner Südspitze liegt östlich Sri Lanka im Indischen Ozean.
Indien war lange Zeit eine englische Kolonie. Maßgeblich hat ein Mann Namens Mahatma Gandhi Indien in die Unabhängigkeit geführt. Mahatma Gandhi wurde am 02. Oktober 1869 geboren und wurde am 30. Januar 1948 von einem fanatischen Hindu erschossen. Sein Widerstand durch zivilen Ungehorsam und sein Aufruf zum gewaltfreier Kampf brachten Indien schließlich die Unabhängigkeit am 15. August 1947. Trotz Gandhis Aufruf zur Gewaltlosigkeit kam es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Gandhi beantwortet diese durch Hungerstreiks und durch sein hohes Ansehen schaffte er es damit oft die Gewalttätigkeiten zu beenden.
Ein sehr zu empfehlender Film über Mahatma Gandhi ist der Film "Gandhi".
Die meisten Inder sind Hindus mit ca. 80% gefolgt von Moslems mit nicht ganz 15%. Weitere Religionen sind das Christentum mit ca. 2,5%, Sikhs mit knapp 2% und Buddhisten mit unter 1% Anteil an der Bevölkerung.
Eine Minderheit in Indien sind die Adivasi die Uhreinwohner Indiens die wir im Verlauf der Reise besuchen.

Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, Kristin, Steve, Henrik, Marcus, Axel, Rainer und ich. Die Reisedauer betrug drei Wochen nur Rainer und ich blieben vier Wochen. Die Reise wurde teilweise zusammen mit der Gossner Mission organisiert, mehr dazu später. Ein Teil der Gruppe ist sehr engagiert in der kirchlichen Arbeit und bei Hilfsprojekten in Indien für den anderen Teil ist dies eher Neuland.

Kastensystem

Im indischen Hinduismus existiert ein Kastensystem. Es teilt sich in vier Kasten und eine Gruppe die man die Unberührbaren oder auch Dalits nennt.
Die höchste Kaste sind die Brahmanen (Priester) gefolgt von den Kshatriyas (Adligen, Krieger), die Vaishyas (Bauern, Kaufleuten) und den Shudras (Dienstboten, Knechten). Der niedrigste Stand ist der eines Unberührbaren (Dalit).
In der Vergangenheit hatte die Diskriminierung wegen der Zugehörigkeit in einer niedrigen Kaste für die Betroffenen katastrophale Folgen. So war das gemeinsame Speisen oder die Benutzung des selben Brunnen mit Angehörigen einer niedrigeren Kaste verboten. Dies konnte zum Beispiel bedeuten dass die Unberührbaren den Dorfbrunnen nicht benutzen durften und das verschmutzte Wasser aus dem Fluss trinken mussten. Strafen bei Zuwiderhandlung waren drastisch und brutal.
Heute ist das Kastensystem von offizieller Seite abgeschafft. Es gibt Programme der Regierung die zum Beispiel eine Quote an den Universitäten für die Unberührbaren festlegt. In den Städten ist die Bedeutung des Kastensystems stark zurück gegangen jedoch nicht überwunden. Auf dem Land existiert es aber häufig mit all den grausamen Folgen noch.
Buchtipp: Phoolan Devi, Ich war die Königin der Banditen

Delhi

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Die Hauptstadt Indiens ist seit 1931 Neu-Delhi welche eine Einheit mit Delhi bildet. In Delhi leben knapp 12 Millionen Menschen.
Die meiste Flüge aus Europa kommen gegen Mitternacht in Delhi an. Wenn man das Flughafengebäude verlässt bekommt man den ersten Schreck. Trotz der Uhrzeit sind hunderte von Leuten vor dem Flughafengebäude und etliche stürmen auf einen zu und wollen Dienstleistungen an den Mann bringen. Hier ist schon der erste Punkt den man beachten sollte. Wenn du schon ein Hostel oder Hotel hast bestehe darauf dass der Fahrer dich in dieses fährt, egal welch Ausrede er hat warum man da nicht hinfahren könnte. Erkläre ihm nur wenn er dich dahin fährt bekommt er Geld. Wenn er fragt ob du das erste Mal in Indien oder Delhi bist sage ihm dass du schon öfter hier warst. Sollte alles nicht helfen steig aus nimmt ein anderes Taxi oder eine andere Rikscha.
Ein guter Tipp zur Übernachtung ist das YMCA Tourist Hotel welches auch sehr zentral gelegen ist.

Jama Masjid - Delhi
Jama Masjid - Delhi
Jama Masjid - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Jama Masjid ©Axel
Jama Masjid - Delhi
Jama Masjid - Delhi

Heute sind wir mit Frau Dr. Gudrun Löwner Pfarrerin der deutschsprachigen protestantischen Kirchengemeinde Nordindiens verabredet. Mit Frau Löwner erkunden wir Delhi. Wir besuchen Jama Masjid die größte Moschee Indiens. Shah Jahan veranlasste den Bau und um 1660 wurde sie fertig gestellt. Im Innenhof der Moschee können mehr als 20.000 Menschen Platz finden.

Jama Masjid - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Jama Masjid ©Axel
Sikh Tempel - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Sikh Tempel ©Axel
Sikh Tempel - Delhi
Sikh Tempel - Delhi

Sikh Tempel - Delhi
Sikh Tempel - Delhi
Straßenszene Delhi
Straßenszene Delhi
Sikh Tempel - Delhi
Sikh Tempel - Delhi

Wir erkunden die Altstadt Delhis mit der Rikscha und beobachten das bunte Treiben auf den Straßen. Einem Sikhstempel schauen wir uns näher an. Am Tempel angeschlossen sind riesige Küchen in denen Essen zubereitet wird welches an Bedürftige ausgegeben wird.

Sikh Tempel - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Sikh Tempel - Delhi ©Axel
Sikh Tempel - Delhi
Sikh Tempel - Delhi
Hindu Tempel - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Hindu Tempel ©Axel

Haus Delhi
Haus Delhi
Straßenszene Delhi
Straßenszene Delhi
Straßenszene Delhi
Straßenszene Delhi

Das Indian Gate ist ein Kriegsdenkmal welches an die 85.000 indischen Soldaten erinnert welche ihr Leben für die britische Krone im ersten Weltkrieg gelassen haben.

Mahatma Gandhi Memorial - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Gandhi Memorial ©Axel
India Gate - Delhi
India Gate - Delhi
Bauarbeiterinnen - ©Foto von Axel Wernicke
Bauarbeiterinnen ©Axel

Das rote Fort Delhi es wurde 1648 fertig gestellt und man sagt es wurde dem Fort in Agra nachempfunden. Seit 2007 gehört es zu Weltkulturerbe der UNESCO.

Rote Fort - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Rote Fort - Delhi ©Axel
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi

Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi
Rote Fort - Delhi

Qutb-Komplex befindet sich auf den Ruinen einer alten Moschee. Qutb Minar ist ein Minaret ca. 15 km vom Zentrum Delhis entfernt. Der aus Sandstein erbaute Turm hat eine Höhe von 71 Metern. In unmittelbarer Nähe befindet sich Iron Pilar eine gusseiserne Säule aus dem 14.Jahrhundert, die aus fast reinem Schmiedeeisen besteht und absolut rostfrei ist.

Iron Pilar - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Iron Pilar ©Axel
Iron Pilar - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Iron Pilar ©Axel
Qutb Minar - Delhi - ©Foto von Axel Wernicke
Qutb Minar ©Axel

Regierungspalast - Delhi
Regierungspalast - Delhi
Alte Fort - Delhi
Alte Fort - Delhi
Alte Fort - Delhi
Alte Fort - Delhi

Agra

Heute liegt ein Highlight an wir fahren nach Agra und werden das Taj-Mahal, das Rote Fort Agra und Fatehpur Sikri die verlassene Stadt sehen. Die Fahrt dahin ist schon ein Abenteuer denn die einzige geltende Verkehrsregel die hier gilt ist das Recht des Stärkeren.
Agra war von 1526 bis 1648 mit Unterbrechungen die Hauptstadt Indiens und hat heute ca. 1,5 Millionen Einwohner. Agra liegt ca. 200km südlich von Delhi.

Taj Mahal

Taj Mahal - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Taj Mahal - Agra©Axel
Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Taj Mahal - Agra©Axel
Das Taj Mahal wurde 1648 fertig gestellt. Shah Jahan ließ es errichten zum Gedenken an seine 1631 verstorbene Hauptfrau Mumtaz Mahal die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Das Taj Mahal gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Heute ist das Taj Mahal einer der größten Touristenmagneten Indiens und gilt auch bei der einheimischen Bevölkerung als Wahrzeichen der Liebe.

Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Taj Mahal - Agra ©Axel
Taj Mahal - Agra
Taj Mahal - Agra

Taj Mahal - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Taj Mahal - Agra ©Axel
Taj Mahal - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Taj Mahal - Agra ©Axel
Müdes Kamel - Agra
Müdes Kamel - Agra

Rote Fort - Agra

Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra

Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra

Unweit des Taj Mahal befindet sich das Rote Fort Agra. Mit seiner Errichtung wurde 1565 begonnen und unter Shah Jahan wurde es erweitert. Shah Jahan verbrachte seine letzten Lebensjahre als Gefangener im Roten Fort indem er 1666 starb. Er wurde im Taj Mahal neben seiner Frau beigesetzt. Shah Jahan war von 1627 bis 1658 Großmogul von Indien bis er durch seinen Sohn Aurangzeb entmachtet wurde. Das Rote Fort gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Rote Fort - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Rote Fort - Agra ©Axel
Rote Fort - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Rote Fort - Agra ©Axel
Rote Fort - Agra - ©Foto von Axel Wernicke
Rote Fort - Agra ©Axel

Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra
Rote Fort - Agra

Fatehpur Sikri

Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel

Fatehpur Sikri war zwischen 1571 und 1585 die Haupstadt des Mogulreiches. Die Stadt wurde aber nach gut 10 Jahren aufgegeben und verlassen. Man nimmt an das die Wasserversorgung nicht ausreichend gewährleistet war. Wir waren erst am späten Nachmittag in der Stadt und hatten sie fast für uns alleine. Fatehpur Sikri gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel

Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel
Fatehpur Sikri - ©Foto von Axel Wernicke
Fatehpur Sikri ©Axel

Die indische Bahn

Die indische Eisenbahn verfügt über ein Streckennetz von ca. 60.000 Kilometern. Bei der indischen Bahn arbeiten ca. 1,6 Millionen Menschen und damit dürfte es der größte Arbeitgeber der Welt sein. Wir haben auf allen Strecken klimatisierte Wagons mit 3 Liegen (3-Tier) übereinander benutzt. Wir haben fast vier komplette Tage in der Bahn verbracht und eine Strecke von knapp 5.000 Kilometern zurückgelegt. Der erste Eindruck im Zug ist gewöhnungsbedürftig aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durchaus interessant. Man lernt alle Leute aus seinem und den benachbarten Wagons kennen. Die längste Strecke die wir am Stück zurückgelegt haben waren 2.000 Kilometer von Kalkutta nach Mumbai in 36 Stunden. Die Tickets sind preiswert die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 100 Euro pro Person.

Bahnfahrt Indien
Bahnfahrt Indien
Bahnfahrt Indien
Bahnfahrt Indien
Bahnfahrt Indien
Bahnfahrt Indien

Ranchi

Ranchi ist die Hauptstadt des Bundesstaats Jharkhand mit ca.1 Million Einwohnern. In Ranchi gibt es nicht wirklich bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten außer der schönen Landschaft im Umland.

Mainstreet Ranchi unser Hotel
Mainstreet Ranchi
Wachmann Ranchi
Wachmann Ranchi
Die heilige Kuh - Ranchi - ©Foto von Axel Wernicke
Die heilige Kuh ©Axel

Wir sind nach Ranchi gekommen um uns die diversen Hilfsprojekte Vorort anzuschauen und dann weiter nach Maranghada zu fahren und dort mit einer Jugendgruppe gemeinsam an einem Ministaudamm zu arbeiten.
Vom Zug werden wir abgeholt durch die Leute vom YMCA Ranchi.

Lebra Slum Ranchi
Lebra Slum Ranchi
Schule unter der Brücke
Schule unter der Brücke
Lebra Slum Ranchi
Lebra Slum Ranchi

Wir besuchen eine Lebra-Slam in der Nähe einer Brücke. Unter der Brücke befindet sich eine Schule in der Unterricht für die Ärmsten stattfindet, die ist ein Projekt des YMCA Ranchi. In dem Slam wurde eine Wasserleitung errichtet welche die hygienischen Verhältnisse radikal verbessert. Für uns kaum vorstellbar unter welchen Verhältnissen die Leute da leben.

Lebra Slum Ranchi - ©Foto von Axel Wernicke
Lebra Slum Ranchi ©Axel
Lebra Slum Ranchi - ©Foto von Axel Wernicke
Lebra Slum Ranchi ©Axel
So etwas tut mir weh! - ©Foto von Axel Wernicke
So etwas tut mir weh! ©Axel

Schulbus YMCA
Schulbus YMCA
Schulklasse - Slum Ranchi
Schulklasse - Slum Ranchi
Schulklasse - Slum Ranchi - ©Foto von Axel Wernicke
Slum Ranchi ©Axel

Später besuchen wir eine "Arbeitsgemeinschaft" von Frauen die dort Handarbeiten wie Stickereien anfertigen. Auch die ist ein Projekt des YMCA Ranchi.
Die Leute vom YMCA Ranchi sagen: Wenn du einen Fisch brauchst bekommst du von uns nicht den Fisch, wir geben dir die Angel.

Handarbeitskurs - Ranchi
Handarbeitskurs
Slum Ranchi
Slum Ranchi
Hütte Slum Ranchi - ©Foto von Axel Wernicke
Hütte Slum Ranchi ©Axel

Maranghada

Maranghada ist eine Region in Jharkhand und heißt übersetzt "Land der Wälder". Leider sind durch den Raubbau an der Natur viele Wälder verschwunden.
Mit dem Jeep fahren wir nach Maranghada. In der Gegend leben die Uhreinwohner Indiens die Adivasi. Sie sprechen eine eigene Sprache und gehören zu den Ärmsten der indischen Bevölkerung. In erster Linie leben sie von der Landwirtschaft und der Viehzucht.

Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel
Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel
Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel

Unsere Unterkunft ist ein Steinhaus mit mehreren Zimmern. Es gibt keinen Strom nur einen Generator der täglich 2 Stunden zwischen 18:00 und 20:00 Uhr läuft. Das bedeutet natürlich keine Klimaanlage und auch keine kalten Getränke. Unsere Nahrung besteht aus Keksen, Toast, Bananen, Reis und Dal einer dünnen Linsensuppe. Wir haben natürlich reichlichste Wasservorräte. Einen unserer Jeeps mit dem Fahrer haben wir behalten sonst kommen wir nicht zu unserer Arbeit.

Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel
Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel
Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Maranghada ©Axel

Wir wollen uns die Hilfsprojekte anschauen des YMCA anschauen und selbst Hand anlegen. Damals lief ein Projekt welches sich "Food for Work" nennt. Die Adivasi erhalten für ihre Arbeit Nahrung. Das Projekt möchte einen Ministaudamm errichten welcher zur Bewässerung der Felder dienen soll. Wir wollen mit einer Jugendgruppe aus Ranchi zusammen an dem Projekt mitarbeiten. Nun wir sind in Indien und die Dinge verlaufen selten wie geplant. Die Leute Vorort wollten nicht glauben dass wir tatsächlich mitarbeiten wollen und die Jugendgruppe war auch nicht da. Egal, wir arbeiten trotzdem.

Unser Haus in Maranghada
Unser Haus in Maranghada
Arbeiten in Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Arbeiten in Maranghada ©Axel
Arbeiten in Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Arbeiten in Maranghada ©Axel

Am ersten Arbeitstag fahren wir vormittags zur Baustelle. Die Werkzeuge sind schnell erklärt, eine Eisenstange zum lockern der Erde und als Transportmittel eine Holzstange an der mit Seilen Körbchen befestigt sind. Ich hätte nie gedacht wie schwer die beiden gefüllten Körbchen sein können.

Frau mit Kind - Arbeiten in Maranghada - ©Foto von Axel Wernicke
Frau mit Kind ©Axel
Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada

Die Frauen tragen ein Körbchen auf dem Kopf welches mit Sand gefüllt wird. Ich habe beide Arbeitsmethoden ausprobiert und beide verursachen halt nur an anderen Stellen des Körpers einen Muskelkater. Wie auf den Bildern zu sehen ist tragen manche Frauen zusätzlich noch ihr Kind mit sich bei der Arbeit. Erschwerend kommt für uns noch die Hitze hinzu und wir können nur solange arbeiten wie unser Wasservorrat reicht. Trotzdem sind wir artig jeden Tag, 5 Tage lang zur Arbeit erschienen.

Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada
Arbeiten in Maranghada
Der Staudamm zeigt erste Wirkung
Erfolg - Staudamm

Eine Gruppe junger Frauen aus Deutschland war zur selben Zeit Vorort. Sie führten in Schulen ein interaktives Theaterstück auf. Mit ihnen fuhren wir abends zu Diskussionsrunden in die Dörfer. Nach mehreren Tagen Arbeit haben wir uns den Respekt der Adivasi erkämpft.

Abends auf den Dörfern - ©Foto von Axel Wernicke
Abends ©Axel
Freiluftküche zum Frauentag an unserer Unterkunft
Freiluftküche zum Frauentag
Freiluftküche zum Frauentag an unserer Unterkunft - ©Foto von Axel Wernicke
Freiluftküche ©Axel

Ein absolutes Highlight war die aus welchen Gründen auch immer auf den 21.März verschobene Frauentagsfeier. Unser Haus und die Umgebung verwandelten sich in eine riesige Freiluftküche. Vormittags marschierten wir mit hunderten Frauen durch die Dörfer. Die Frauen trugen Transparente mit sich auf denen unter anderem gegen den um sich greifenden Alkoholismus demonstriert wurde. Am Nachmittag fand dann ein gemütliches Beisammensein mit reichlich Essen und Tänzen statt.

Frauentagsmarsch - ©Foto von Axel Wernicke
Frauentagsmarsch ©Axel
Stillleben
Stillleben
Maranghada
Maranghada

Wir sind in der Zeit den Leuten sehr nahe gekommen und man spürte deutlich wie ihr Vertrauen in uns stieg.
Eine Begebenheit ist mir in deutlicher Erinnerung geblieben.
Bei einer Diskussionsrunde fragte ein junger Adivasi: Deutschland gehört doch zu dem erlesenen Kreis der G8 Staaten. Ihr habt jetzt mehrere Tage mir uns gearbeitet und gesehen wie hart wir arbeiten. Was machen wir falsch, warum stellt sich bei uns nicht ein Wohlstand wie in Deutschland ein?
Was soll man antworten? Unsere Antwort war wohl eher ausweichend.
Die Wahrheit ist doch dass die "Erste Welt" nach wie vor von dem Rest der Welt profitiert und die meisten Leute es nicht interessiert was in dem Rest der Welt los ist.

Wir fahren jetzt zurück für zwei Nächte nach Ranchi und ich will ehrlich sein ich freue mich auf unser einfaches Hotel in Ranchi und das Restaurant.
Wir sind mal wieder Bahn gefahren und nach ca. 10 Stunden am Morgen in Kalkutta angekommen.

Kalkutta / Kolkata

In Kalkutta/ Kolkata leben ca. 15 Millionen Menschen, damit ist es die zweitgrößte Stadt Indiens hinter Mumbai. Kalkutta/ Kolkata wird oft als gigantischer Moloch beschrieben. OK, Kalkutta/ Kolkata ist hoffnungslos überbevölkert und der Straßenverkehr mit seinen Abgasen macht vor allem nachmittags in der Rushhour den Aufenthalt im Freien nicht gerade zum Hochgenuss. Die Menschen in Kalkutta/ Kolkata sind aber sehr lebensfroh und kontaktfreudig. Ich habe mich in Kalkutta ganz wohl gefühlt.

Victoria Memorial - Kalkutta / Kolkata
Victoria Memorial - Kolkata
Marble Palace - Mamorpalast - Kalkutta/ Kokata
Marble Palace - Mamorpalast
Straßenszene Kalkutta/ Kolkata
Straßenszene Kolkata

Das Victoria Memorial ist ein riesiges aus weißem Marmor im Jahre errichtetes Gebäude. Es ist der Königin Victoria gewidmet und wurde im Jahre 1921 fertig gestellt.
Wir fuhren zum Marble Palace und am Eingang fragte man uns nach unserer Besuchserlaubnis die wir natürlich nicht hatten. Ein paar Geldscheine lösten dieses Problem und wir konnten auf das Gelände. Fotografieren ist streng verboten so gibt es nur ein Foto. In dem Palast hängen Kunstwerke bekannter Künstler aus mehreren Jahrhunderten. Das Gebäude wurde 1835 errichtet. Der Hausherr der scheinbar in dem Haus mit den ganzen Kunstwerken wohnt war am Tag unseres Besuches auch anwesend und es ist irgendwie ein surrealistisches Erlebnis.

Straßenszene Kalkutta/ Kolkata
Straßenszene Kolkata

Krankenhaus - Missionares of Charity - Mothter Teresa home for the sick and dying destitutes - Kalkutta/ Kolkata
Missionares of Charity

Kalkutta war auch die Wirkungsstätte von Mutter Teresa. Sie wurde 1910 in Mazedonien geboren und starb am 05. September 1997. Sie wurde in Kolkata beigesetzt. Heute gehören zum Orden Missionarinnen der Nächstenliebe (Missionares of Charity) ca. 750 Krankenhäuser, Waisenhäuser, Obdachlosenheime und Suppenküchen weltweit. 2003 wurde Mutter Teresa heilig gesprochen.

Heiliges Wasser
Heiliges Wasser
Straßenszene Kalkutta/ Kolkata
Straßenszene Kolkata
Straßenszene Kalkutta/ Kolkata
Straßenszene Kolkata

Verkehrsmittel Kalkutta/ Kolkata
Verkehrsmittel Kolkata
Verkehrsmittel Kalkutta/ Kolkata
Verkehrsmittel Kolkata
Verkehrsmittel Kalkutta/ Kolkata - ©Foto von Axel Wernicke
Verkehrsmittel Kolkata ©Axel

Die Howrah Brigde überspannt auf eine Länge von mehr als 450 Metern den Hugli River. Die Brücke wurde im Jahre 1943 errichtet.

Verkehrsmittel Kalkutta/ Kolkata - ©Foto von Axel Wernicke
Verkehrsmittel Kolkata ©Axel
Geflügelmarkt - Kalkutta/ Kolkata
Geflügelmarkt - Kolkata
Howrah Brigde - Kalkutta/ Kolkata - ©Foto von Axel Wernicke
Howrah Brigde-Kolkata ©Axel

Heute ist Tag der Trennung unsere Freunde fliegen von Kolkata über Dehli und Zürich zurück nach Berlin. Der Rainer und ich fahren jetzt ein wenig Bahn nach ca. 36 Stunden wird unser Zug von Kolkata aus Mumbai / Bombay erreichen.

Juhu wir sind in Mumbai nach mehr als 36 Stunden Bahnfahrt.

Mumbai / Bombay

In Mumbai leben ca. 14 Millionen Menschen und sie ist damit eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Rechnet man das unmittelbare Umland mit hinzu kommt man auf 20 Millionen Menschen. Mumbai ist eine Stadt der Gegensätze in ihr wohnen viele Menschen den es sehr gut geht aber in den Slums der Stadt wohnen mehr als 5 Millionen Menschen unter katastrophalen Umständen. Mehr als ein Drittel der Steuereinnahmen Indiens werden in Mumbai generiert. In Mumbai habe ich zum ersten mal in Indien ein Straßenreinigungsfahrzeug gesehen. Im Gegensatz zu unseren anderen Etappen der Reise hebt sich Mumbai deutlich ab. Dies trifft natürlich nur für die wohlhabenden Stadteile zu.
Inzwischen kennt auch fast jeder in Deutschland die in den Mumbai ansässigen Filmstudios produzierten Bollywoodfilme.
Wir haben uns ein Hotel direkt in Colaba an der Uferpromenade wenige Meter neben dem Taj Mahal Hotel gesucht.

Blick auf das Gateway of India und das Taj Mahal Hotel Mumbai
Blick auf Mumbai
Gateway of India - Kalkutta/ Kolkata
Gateway of India
Shivaji Terminus Mumbai/ Bombay
Shivaji Terminus Mumbai

Das Gateway of India ist wohl Mumbais bekanntestes Wahrzeichen es wurde 1924 erbaut. Es wurde errichtet zur Erinnerung an den Besuch König Jeorg V. im Jahre 1911. Im Februar 1948 verließen hier die letzten Truppen Indien. Hier fahren heute unzählige Ausflugsboote zur Elephanta Island und anderen Destinations ab.
Der Chhatrapati Shivaji Terminus ist ein sehr schöner Bahnhof im Herzen Mumbais wir kamen hier aus Kalkutta an. Der Bahnhof wurde 1888 fertig gestellt und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Vielen ist er auch unter dem Namen Victoria Terminus bekannt. Er ist einer der geschäftigsten Bahnhöfe Indiens.

Taj Mahal Hotel Mumbai
Taj Mahal Hotel Mumbai
Impressionen Mumbai
Impressionen Mumbai
Impressionen Mumbai
Impressionen Mumbai

Das Taj Mahal Hotel wurde im Jahre 1906 im Auftrag Jamsetji Tata eröffnet. Es ist ein Luxushotel der gehobenen Klasse.

Flora Fountain - Mumbai
Flora Fountain - Mumbai
University of Mumbai
University of Mumbai
Shivaji Museum
Shivaji Museum

Die Moschee Haji Ali Dargah liegt auf einer Insel wenige Meter von der Küste entfernt und wurde 1431 errichtet.

Haji Ali Dargah Moschee - Mumbai
Haji Ali Dargah Moschee
Uferpromenade Mumbai
Uferpromenade Mumbai
Rolling Stones in Mumbai
Rolling Stones in Mumbai

Jain Tempel
Jain Tempel
Hängende Gärten Mumbai
Hängende Gärten Mumbai
Die heilige Kuh bei der Arbeit
Kuh bei der Arbeit

Indischer Trucker
Indischer Trucker
Baywatch im Mumbai ;-)
Baywatch im Mumbai ;-)
Das indische Motorrad die Enfield
Enfield

Elephanta Island liegt vor der Küste Mumbais auf ihr befinden sich die im 8. Jahrhundert errichteten Tempelhöhlen mit einer Shiva Skulptur. Die Tempelhöhlen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

Elephanta Island
Elephanta Island
Elephanta Island
Elephanta Island
Elephanta Island
Elephanta Island

Nun weil es so schön war fahren wir wieder mal Bahn diesmal nur 20 Stunden von Mumbai nach Delhi. Nach einer Übernachtung in Delhi geht es nach 4 Wochen Indien wieder nach Hause.
Keine Ahnung was die am Flughafen in Delhi alles mit uns gemacht haben. Obwohl wir drei Stunden vor dem Abflug am Airport waren haben wir unseren Flieger gerade so erreicht.

Diashow

Tipps

Credits:

  • Alle gekennzeichneten Fotos ©Axel sind von Axel Wernicke erstellt. Danke für die Genehmigung zur Veröffentlichung!
    Ohne die Unterstüzung der Gossner Mission wäre die Reise in dieser Form nicht möglich gewesen, Danke.

    Die Gossner Mission fand ihren Ursprung in der Arbeit des in Berlin beheimateten Pfarrers Johannes E. Gossner. Neben seiner sozialen und diakonischen Arbeit unter den Armen, Waisen und Kranken in Berlin, sandte er vor allem Handwerker bzw. Bauer als Missionare zu entrechteten Völkern aus. 1845 erreichten erste Missionare Ranchi (Indien) und begannen ihren Dienst - die Liebe Gottes durch Verkündigung und praktischer Hilfe zu bezeugen - unter den entrechteten Adivasi. Daraus bildete sich die heute selbständige Evangelisch Lutherische Gossner Kirche. Heute setzt sich die Gossner Mission zusammen mit Kirchen, Gemeinden und anderen Gruppen in Indien, Nepal und Sambia, aber auch in Deutschland und Osteuropa für Gerechtigkeit und Überwindung von Armut ein.
    Autor: Marcus Lehmann
    www.gossner-mission.de

Fazit:

  • Eine Reise durch Indien gleicht auch einer Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich wie auch zwischen Stadt und Land sind unvorstellbar. Ich benutze ungern das Wort Kulturschock aber für die ersten Tage trifft es durchaus zu.
    Nie zuvor und auch nie wieder danach sind wir Menschen so nah gekommen wie in Indien vor allem durch die gemeinsame Arbeit in Maranghada.
    Der Aufenthalt in Indien war genial. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit.

Sicherheit:

  • Ich habe mich in Indien sicher gefühlt. Es gab keinerlei negative Erlebnisse.
    Bitte bedenkt die relativ niedrigen Einkommen der Leute vor Ort, haltet euren "Luxus" ein wenig zurück und führt niemand in Versuchung. Vollkommene Naivität wird in jedem Land der Welt bestraft.

Geld:

  • Die Landewährung ist die Rupie. Alle Preise sind in Rupie ausgezeichnet. Der Euro kann an jeder Wechselstube oder Bank in Rupie getauscht werden.
    In den meisten Touristengegenden gibt es Geldautomaten die mit allen gängigen Kreditkarten funktionieren.

Transport:

  • Innerstädtisch gibt es eigentlich keinen verwertbaren Nahverkehr, zumindest nicht für uns Touristen. In Mumbai gibt es eine U-Bahn. Taxis sind recht preiswert jedoch in Indien fährt man eher Rikscha. Wir haben wie immer die meisten Wege zu Fuß zurückgelegt. Bus, Bahn und Flugverbindungen sind vorhanden und Tickets können Vorort erworben werden was nicht ganz unkompliziert ist.

Flug / Bahn:

  • Wir hatten einen Flug von Berlin über Zürich nach Delhi und zurück mit SWISS.
    In Indien sind wir viel mit der Bahn gefahren. Die Tickets haben wir Vorort erworben.
    Strecke und Fahrzeit:
    Delhi - Ranchi 20 Stunden
    Ranchi - Kalkutta 10 Stunden
    Kalkutta - Mumbai 36 Stunden
    Mumbai - Delhi 20 Sunden
    Gesamtkosten Bahn unter 100 Euro pro Person.

Reiseroute und Dauer:

  • Indien
  • Berlin - Zürich - Delhi - Agra - Ranchi - Kalkutta - Mumbai (Bombay) - Delhi - Zürich - Berlin
  • Gesamtreisedauer: 4 Wochen
  • Indien: 4 Wochen

Gesundheit:

  • Ich will hier niemanden Angst machen aber Ignoranz kann hier schlimme Folgen haben. Ihr würdet doch auch nicht aus einem Flugzeug ohne Fallschirm springen und in diesem Fall sind die Impfungen euer Fallschirm. Mit einer guten medizinischen Vorsorge steht einer unbeschwerten Reise nichts im Weg.
    Ein ausreichender Impfschutz braucht Zeit also kümmert euch rechtzeitig. Beginnt mit den Vorbereitungen mindestens zwei Monate vor Abreise.

  • Das Blatt wendet sich gerade viele Krankenkassen bezahlen die Impfungen.
    Ich bin kein Arzt alles was ihr hier lest beruht auf meinem Erfahrungen und Wissen. Die Gefährdungslage vor Ort ändert sich ständig.
    Redet mit euren Hausarzt wenn er in Tropenmedizin erfahren ist oder wendet euch an das nächste Tropeninstitut.

  • Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte man unbedingt dabei haben. In ihr sollten folgende Dinge vorhanden sein: Pflaster in verschiedenen Größen, kleine Verbände, eine Pinzette, eine Schere, Tabletten gegen Durchfall und nicht nur welche die den Durchfall stoppen sondern auch welche die Darmflora aufbauen, Fiebermittel Paracetamol besser als ASS oder Aspirin und eventuell auch Einwegspritzen mit Kanüle.
    Ein gutes Antimückenmittel ist sehr wichtig in Malariagebieten.

  • Der beste Schutz gegen durch Mücken übertragene Krankheiten ist keinen Mückenstich zu bekommen.
    Dies erreicht man durch richtige Kleidung: lang und möglichst hell und schützt eure Füße und Fersen. Antimückenmittel sind unverzichtbar.

  • Unbedingt empfohlene Impfungen für jede Fernreise:

    Diphtherie + Polio + Tetanus
    Grundimpfschutz der auch am Heimatort vorhanden sein sollte.
    Hepatitis A
    Übertragung durch Lebensmittel, Handkontakt mit anschließendem Mundkontakt
    Inkubationszeit 2- 7 Wochen
    Hepatitis B
    Übertragung Blut und Sexualkontakte
    Inkubationszeit 1- 6 Monate
    Hepatitis A und B können in einer Kombiimpfung geimpft werden deshalb empfehle ich beide. Hepatitis B ist wesentlich leichter übertragbar als HIV.

  • Empfohlene Impfungen und Vorsorge für Indien:

    Typhus
    Übertragung Lebensmittel
    Inkubationszeit 1- 10 Tage
    Tollwut
    Übertragung meist Biss durch Tiere
    Inkubationszeit 3- 10 Wochen
    Selbst durch kleinste Katzer an der Haut von einem Tier zugefügt kann Tollwut übertragen werden. Auch wenn ihr nicht geimpft seid ist unmittelbar nach der Infektion noch eine sichere Therapie möglich. Im Zweifelsfall geht immer davon aus das dieses Tier Tollwut hat!!! Tollwut verläuft nach dem Auftreten der ersten Symptome immer tödlich!!!
    Malaria
    Übertragung durch Mücken die hauptsächlich am Abend und in der Nacht aktiv sind
    Inkubationszeit 7 Tage bis mehrere Monate - Auch nach der Rückkehr gebt immer bei verdächtigen Erkrankungen an das ihr euch in einem Malariagebiet aufgehalten habt.
    Leider kann nicht gegen alles geimpft werden eine Malaria Vorsorge ist unbedingt nötig. Entweder eine Prophylaxe d.h. tägliche Tabletteneinnahme z.B. Malarone oder eine "Standby-Ration" für den Ernstfall. Leider ist Malarone sehr teuer 12 Tabletten kosten 55 Euro für die Prophylaxe wird pro Tag eine Tablette benötigt, während des Aufenthalts in den gefährdeten Gebieten plus eine Tablette für den Tag davor und 6 Tabletten für 6 Tage nach Abreise aus dem Gebiet. Als Standby-Ration benötigst du 12 Tabletten.

  • Weitere Gefährdungen für die es keine Vorsorge gibt:

    Dengue-Fieber
    Übertragung durch Mücken die am Tage und am Abend aktiv sind.
    Inkubationszeit 2- 8 Tage
    Therapie: Arzt aufsuchen, Ruhe und Paracetamol kein ASS/Aspirin
    Durch die Erderwärmung nehmen im Moment in vielen Teilen Asiens Erkrankungen an Denguefieber stark zu.
    Japanische Enzephalitis
    Übertragung durch Mücken - kommt eher selten vor allem in ländlichen Gebieten.
    Inkubationszeit 1- 2Wochen, in Deutschland kein Impfstoff zugelassen.
    Hepatitis C
    Übertragung Blut und selten Sexualkontakte
    Keine Impfung möglich!

Planung:

  • Die Planung der Reise beginnt gewöhnlich mit einer Idee im Kopf in einem gut sortierten Buchladen. Mit den dort vorhandenen Reiseführern läßt sich die Machbarkeit prüfen und man erhält einen ersten Überblick der groben Kosten.
    Dies soll keine Werbeseite werden aber beim Thema Reiseführer muss ich hier mal den "Lonely Planet" erwähnen. Ich kenne keinen anderen Reiseführer der so übersichtlich aufgebaut ist. Inzwischen gibt es auch die ersten Ausgaben in deutscher Sprache. Auf allen größeren Reisen war der entpsrechende "Lonely Planet" immer dabei.
    Es hat sich bewährt ein Großteil der Transporte und Übernachtung vorher zu klären. Ansonsten verbringt man sehr viel wertvolle Urlaubszeit vor Ort mit der Organisation. Für Leute die mehr Zeit haben sicher kein Problem. Allerdings sollte man sich immer ein kleines Abenteuer vor Ort offen halten.
lostrotamundos.de
Christian Hertzer

Reisebericht Indien mit Fotos letzte Änderung 07/2007

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