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Reisebericht Ecuador mit Fotos - Reisezeitraum Mai 2004

Ecuador

Seelöwe - Galapagos
Seelöwe - Galapagos
Wache in Quito
Wache in Quito
Vulkan Quito
Vulkan Quito

Ecuador liegt im Nordwesten Südamerikas und grenzt an Kolumbien, Peru und an den Pazifik. In Ecuador leben ca. 14 Millionen Menschen auf einer Fläche von ca. 285.000 Quadratkilometern. Wie in Peru hat der auf dem Äquator gelegene Staat ähnliche Vegetationszonen die Küste (Costa), das Andenhochland (Sierra) und das Amazonastiefland (Oriente). Eines der bekanntesten Landesteile Ecuadors sind zweifelsohne die Galapagosinseln. In Ecuador befinden sich 55 Vulkane von denen 18 heute als aktiv eingeschätzt werden. Die Unabhängigkeit von Spanien erlangte Ecuador am 24. Mai 1822 unter der Führung von Simon Bolivar und Antonio Jose de Surce und gehörte zur Republik Gran Columbia von der es sich am 13. Mai 1830 trennte.

Quito

Click for Quito, Ecuador Forecast

Die Hauptstadt Ecuadors ist Quito sie liegt auf einer Höhe von 2800 Metern. In Quito leben ca. 1,5 Millionen Menschen.
Quito hat eine schöne koloniale Altstadt welche zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

La Basilica Kirche - Quito
La Basilica Kirche - Quito
Plaza de San Francisco
Plaza de San Francisco
La Concepcion Kirche - Quito
La Concepcion Kirche - Quito

La Compania Kirche - Quito
La Compania Kirche - Quito
Unabhängigkeitsdenkmal
Unabhängigkeitsdenkmal
El Panecillo
El Panecillo

Der Äquator befindet sich ca. 20 km von Quito entfernt. Dort steht auch das Äquatormonument La Mitad del Mundo. Jeder macht dort ein Foto von sich mit einer Körperhälfte auf der Nordhalbkugel und der anderen auf der Südhalbkugel. Wir auch aber das ersparen wir euch. Die orange Linie kennzeichnet den Äquator.

Äquatormonument - La Mitad del Mundo
Äquatormonument
Äquatormonument - La Mitad del Mundo
Äquatormonument
Äquatormonument - La Mitad del Mundo
Äquatormonument

Während unseres Aufenthaltes in Quito fand gerade die Wahl zur Miss Universum 2004 statt. Eigentlich ja nicht verkehrt wenn die schönsten Frauen dieser Welt sich in der Stadt befinden. Halt aber nur eigentlich denn die Schönen flogen nun ständig zwischen dem Festland und Galapagos hin und her. Dies schränkte aber die Verfügbarkeit der Flüge nach Galapagos stark ein und nur mit Glück und Hartnäckigkeit gelang es uns noch einen Flug zu bekommen.

Galapagos

Die Galapagos Inseln in Spanisch Islas Galápagos oder auch Galápagos - Las Islas Encantadas (Verzauberte Inseln) befinden sich ca. 1000 km östlich vom ecuadorianischen Festland entfernt im Pazifischen Ozean.
Die Gesamtfläche der Inseln beträgt ca. 8000 km2. Die größte Insel ist die Insel Isabela mit ca. 4600 km2 gefolgt von Santa Cruz mit knapp 1000 km2, Fernandina mit ca. 690 km2, San Cristobal mit ca. 660 km2, Floreana mit 170 km2, Marchena mit ca. 130 km2, Española mit ca. 60 km2, Pinto mit knapp 60 km2 und mehr als 100 weitere kleinere Inseln.

Die Gesamtausdehnung des Archipels beträgt in äquatorialer Richtung ca. 320 km. Die meisten Inseln sind unbewohnt außer Santa Cruz, San Cristobal, Isabela, Floreana und Baltra.
Das Archipel hat den Status eines Nationalparks und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Der einzige Flughafen befindet sich auf der Insel Baltra.

Karte der Galapagosinseln
Übersichtskarte der Galapagos Inseln

Yolita

Yolita mit Dinghy
Yolita mit Dinghy
Yolita
Yolita
Yolita Aufenthaltsraum
Yolita Aufenthaltsraum

Unser Boot heißt Yolita und ist kein Luxusdampfer. Das Boot hat eine Länge von 16,15 Meter und eine Breite von 5,18 Meter und es ist auch kein Speedboot mit einer Geschwindigkeit von ca. 8 Knoten. Es kann 12 Passagiere an Board nehmen und hat eine Besatzung von 4 Mann. Die Kabinen sind nicht gerade geräumig aber da wollen wir auch nur die Nacht verbringen und jede Kabine hat eine eigene Toilette. Sonnen kann man sich auf dem Vorderdeck oder auf dem Oberdeck. Es gibt einen gemütlichen Aufenthaltsraum in dem an einem großen Tisch gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen werden.
Der Koch verbrachte Höchstleistungen in seiner kleinen Kombüse. Die Besatzung ist sehr freundlich und herzlich und mit ihr und den anderen Passagieren kommt man sich schnell wie in einer großen Familie vor.

Wer sollte dieses Boot wählen?
Wenn du abenteuerlustig bist, Spaß an einer bunt gemischten Truppe hast, so viel wie möglich hautnah von den Inseln sehen willst, gerne schnorchelst und mit den Meeresbewohner schwimmen willst, die Zeit so aktiv wie möglich verbringen willst und unter Etikette Spaß, Lachen, Hilfsbereitschaft und nette Gespräche verstehst dann ist das dein Boot.

Wer sollte dieses Boot auf keinem Fall wählen?
Wenn du schon überlegst was du zum Kapitänsdinner trägst, deine frisch gebügelten Hemden neben den Anzug in den Schrank in deiner Kajüte hängen willst, du andere Personen mit sie anredest und es auch von ihnen so wünschst und du denkst es ist eine Kreuzfahrt bei der man zu den Ausflügen in Paradeuniform geht dann ist das nicht dein Boot.

Unser Boot war es und wir haben jeden Tag genossen und der Abschied fiel schwer. Wir haben auf den Inseln Leute getroffen die zwar ein schöneres Boot als wir hatten aber der ihr Programm war bei weiten nicht so interessant und umfangreich wie unseres.
Wir waren eine bunt gemischte Truppe mit Leuten aus England, Frankreich, USA, Israel, Ecuador und Deutschland.

Die Route unserer Galapagostour
Die Route unserer Galapagostour

Baltra und Bachas Bay

Nach der Ankunft auf dem Flughafen Aeropuerto Isla Baltra Galapagos wurden wir abgeholt und sofort zum Boot gebracht. Wir hatten gerade beide Füße auf das Deck des Bootes gesetzt da ging es auch schon los. An Board gab es gerade Lunch und wir fuhren in die Bachas Bay. Was soll ich sagen unser Flugzeug hatte vor nicht einmal zwei Stunden den Boden der Insel berührt und schon sahen wir den ersten Rochen, die erste Wasserschildkröte und auch einen Hai. Dann ging die Fahrt weiter in einen kleinen Hafen und wir nahmen Proviant an Board. Nun ging es am sehr späten Abend in Richtung Plazas und das war eine Fahrt die See zeigte uns Landratten mal was Wellen sind. Das Boot sprang förmlich über die Wellen und auf einem Hocker konnte man nur sitzen wenn man sich festhielt oder ein Künstler der Balance war. Erstaunlicherweise hatte ich beim Einschlafen keinerlei Probleme und hatte eine angenehme Nachtruhe.

Flughafen Baltra Galapagos
Flughafen Baltra Galapagos
Bachas Bay - Blaufußtöpel
Bachas Bay - Blaufußtöpel
Bachas Bay
Bachas Bay

Bachas Bay - Wasserschildkröte
Bachas Bay Wasserschildkröte
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Proviantaufnahme
Proviantaufnahme

Plazas und Santa Fé

Am Morgen wachte ich auf und ging an Deck und wir ankerten in einer Traumbucht. Ich in meinem jugendlichen Leichtsinn kam sofort auf die Idee vor dem Frühstück schwimmen zu gehen und erkundigte mich bei den anderen wer denn auch Lust hätte. Die Sache klärte sich schnell während wir am Heck des Bootes standen schwamm unter dem Boot ein ca. 4 Meter langer Schatten vorbei. Dieser Schatten nennt sich Hai und hatte auch noch nicht gefrühstückt. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten war dass in dieser Bucht die jungen Seelöwen aufgezogen werden. Der Hai biss dem Chefseelöwen einen großen und mächtigen Seelöwen der auf die jungen Seelöwen aufpasste ein Stück aus seinem Hinterteil. Unser Guide versicherte uns der Seelöwe würde es überstehen nur für uns wäre solch eine Wunde nicht von Vorteil.
Wir fuhren mit dem Dinghy englische Bezeichnung für Beiboot an Land und machten einen Rundgang über die Insel Plaza Sur, die südliche der beiden Inseln. Die Bilder sprechen für sich selbst also keinen weiteren Text. In der Großansicht der Bilder steht eine kurze Erläuterung zum jeweiligen Bild. Nach der Rückkehr an Board ging es gleich ab zum Schnorcheln und wir machten die erste Bekanntschaft mit den Seelöwen. Die schienen jede Menge Spaß beim gemeinsamen Spiel mit uns zu haben und wir hatten es auch.

Seelöwe der vom Hai hinten verletzt wurde - Plaza Sur
Seelöwe mit Verletzung
Boote vor Plaza Sur
Boote vor Plaza Sur
Unsere Mitreisenden auf dem Beiboot
Unsere Mitreisenden

Krabbe - Plaza Sur
Krabbe - Plaza Sur
Kaktus - jeder Land-Leguan lebt einsam unter einem Schatten spendenden Kaktus- Plaza Sur
Kaktus - Plaza Sur
Kaktus - jeder Land-Leguan lebt einsam unter einem Schatten spendenden Kaktus- Plaza Sur
Kaktus - Plaza Sur

Landleguan - Plaza Sur
Landleguan - Plaza Sur
Landleguan - Plaza Sur
Landleguan - Plaza Sur
Wasserleguan - Plaza Sur
Wasserleguan - Plaza Sur

Danach machten wir uns auf dem Weg nach Santa Fe einer kleinen Insel. Dort lagen wir gemeinsam mit den Seelöwen am Strand und genossen die Sonne. Bei den Seelöwen muss es ein Problem mit ihrer letzten Mahlzeit gegeben haben, jedenfalls wenn wir Menschen solche Geräusche machen haben wir ein Problem ;-).
Abends geht es nun weiter nach Spanien nein Quatsch nach Española so heißt die nächste Insel.

Seelöwen - Santa Fe
Seelöwen - Santa Fe
Seelöwen - Santa Fe
Seelöwen - Santa Fe
Seelöwe - Santa Fe
Seelöwe - Santa Fe

Pelikan mit Jungen - Santa Fe
Pelikan mit Jungen - Santa Fe
Pelikan mit Jungen - Santa Fe
Pelikan mit Jungen - Santa Fe
Pelikan mit Jungen - Santa Fe
Pelikan mit Jungen - Santa Fe

Landleguan - Santa Fe
Landleguan - Santa Fe
Landleguan - Santa Fe
Landleguan - Santa Fe
Blick von Santa Fe
Blick von Santa Fe

Española

Über den Tag brauche ich nicht viel zu schreiben denn unser Guide hat ein Kunstwerk Namens Tagesplan gemalt.

Tagesplan Española
Tagesplan Española

Blaufußtöpel - Española
Blaufußtöpel - Española
Blaufußtöpel - Española
Blaufußtöpel - Española
Blaufußtöpel - Española
Blaufußtöpel - Española

Wasserleguan - Española
Wasserleguan - Española
Wasserleguan - Española
Wasserleguan - Española
Wasserleguane - Española
Wasserleguane - Española

Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española

Albatrosse - Española
Albatrosse - Española
Albatrosse beim Paarungstanz - Española
Albatrosse - Española
Albatrosse - Española
Albatrosse - Española

Española
Española
Española
Española
Española
Española

Darwinfinke? - Española
Darwinfinke? - Española
Krabben - Española
Krabben - Española
Wasserleguan - Española
Wasserleguan - Española

Am Nachmittag fuhren wir vom Westen der Insel zum Ostteil der Insel.

Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española

Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española
Seelöwe - Española

Raubvogel - Española
Raubvogel - Española
Seelöwen - Española
Seelöwen - Española
Sonnenuntergang - Española
Sonnenuntergang - Española

Floreana

Leider schon unser letzter kompletter Tag an Board und unsere Guide hat wieder einen Plan gemalt. Der heutige Tag hatte aber etwas Besonderes am Devils Rock waren wir mit Haien schnorcheln. Die Galapagos-Haie waren an der Zahl drei und gute 3 Meter lang zogen im ca. 5 Meter tiefen Wasser unter uns ihre Runden und waren zum Glück nicht besonders an uns interessiert. Ein einmaliges Erlebnis und auch sehr interessant. Da schwimmen die Räuber der Meere unter dir und neben den Haien bunte Fische und alle in gemütlicher Eintracht.
Gegen 18:00 Uhr kamen wir an der Insel Santa Cruz an. In der Hafenbucht setzten wir den Anker aber ohne direkte Landverbindung. Abends hatten wir Landgang und wie richtige Seemänner nach all den "Entbehrungen auf See" der vergangenen Tage suchten wir mit unseren Mitstreitern eine Bar auf und feierten unseren Abschied bis in den frühen Morgen. Wir verpassten unser Dinghy mit dem wir uns verabredet hatten und mussten ein Wassertaxi zu unserer "Yacht" nehmen die im Hafen auf Reede lag. An Board ging die Party noch ein wenig weiter.

Tagesplan Floreana
Tagesplan Floreana

Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana

Floreana
Floreana
Floreana
Floreana
Seereiher - Floreana
Seereiher - Floreana

Flamingo - Floreana
Flamingo - Floreana
Flamingos - Floreana
Flamingos - Floreana
Unterricht
Unterricht

Krabbe - Floreana
Krabbe - Floreana
Echse - Floreana
Echse - Floreana
Seebriefkasten
Seebriefkasten

Santa Cruz - Port Ayora

Wir waren noch ein wenig müde denn so eine Seefahrt macht müde oder es lag doch an unserer Abschiedsfeier und besuchten im Zoo noch die Riesenschildkröten und dann ging es zum Flughafen auf Baltra.

Riesenschildkröten - Santa Cruz
Riesenschildkröten - Santa Cruz
Riesenschildkröten - Santa Cruz
Riesenschildkröten - Santa Cruz
Riesenschildkröten - Santa Cruz
Riesenschildkröten - Santa Cruz

Fazit Galapagos

Es war eines der größten Erlebnisse meines Lebens. Ich war tief beeindruckt und habe Meeresbewohner noch nie so hautnah erlebt. Yolita unser Boot war jeden Tag eine Freude und sollte ich je wieder nach Galapagos kommen, oder besser so formuliert wenn ich noch einmal nach Galapagos komme werde ich dieses Boot und diese Crew wählen.
Mein Dank gilt der Crew, unserem phantastischen Guide und unseren Mitstreitern an Board mit denen jeder Tag ein Fest war.

Kosten Galapagos:

Was kostet so ein Galapagos-Trip? (Stand 2004)
Flug von Quito über Guayaquil nach Baltra Galapagos 330 US$
5 Tage auf der Yolita Spaß inklusive Mahlzeiten, Kaffee, Tee und Wasser 450 US$
Eintritt Nationalpark Galapagos 100 US$
Natürlich noch einen Flug von Europa nach Ecuador leider um die 1000 Euro.

Tips Galapagos:

Wir haben den Trip in einem Reisebüro in Quito gebucht. Es ist war nicht ganz einfach in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster einen Flug nach Baltra zu bekommen und auch noch einem Platz auf einem Boot.
Ein wenig Vorsicht ist bei den Versprechen der Reisebüros angesagt denn du tauschst 450 US$ in Bar gegen eine Zettel. Unser Reisebüro hat unser Vertrauen dadurch erworben weil es Flugtickets drucken konnte und der ganze Trip im Zusammenhang gebucht werden konnte.
Die 100 US$ Eintritt für den Nationalpark müssen in Bar auf dem Flughafen entrichtet werden. Das Schnorchel-Equipment solltest du zumindest außer Flossen mitbringen.

Diashow

Tipps

Fazit:

  • Galapagos ist ein Traum! In Ecuador mit seiner abwechslungsreichen Landschaft gibt es viel zu sehen. Wir waren nur in Quito mehr gab die Zeit nicht her.
    Die Menschen sind nett und hilfsbereit.

Sicherheit:

  • Wir hatten zwar keinerlei negative Erlebnisse in Ecuador aber von vielen Leuten die wir trafen nichst Gutes gehört. Hier ist große Vorsicht angesagt und ich empfehle sich in einem aktuellen Reiseführer vorher zu informieren.
    Galapagos ist sicher.
    Bitte bedenkt die relativ niedrigen Einkommen der Leute vor Ort, haltet euren "Luxus" ein wenig zurück und führt niemand in Versuchung. Vollkommene Naivität wird in jedem Land der Welt bestraft.

Geld:

  • Die Landewährung ist der US Dollar. Die Landeswährung Sucre wurde im Jahr 2000 abgeschaft. Alle Preise sind US Dollar ausgeschildert. Der Euro kann an jeder Wechselstube oder Bank in US Dollar getauscht werden.
    In den meisten Touristengegenden gibt es Geldautomaten die mit allen gängigen Kreditkarten funktionieren.

Transport:

  • Innerstädtisch gibt es eigentlich keinen verwertbaren Nahverkehr, zumindest nicht für uns Touristen. Taxis sind preiswert am besten man achtet auf das eingeschaltete Taxameter oder handelt den Fahrpreis vorher aus. Bus, Bahn und Flugverbindungen sind vorhanden. Tickets können in den vielen Reisebüros problemlos erworben werden.

Flug:

  • Wir hatten einen Flug von Berlin über Amsterdam nach Lima und zurück von Quito über Amsterdam nach Berlin mit KLM.
    Von Arequipa sind wir nach Cusco geflogen den Flug haben wir im Reisebüro Vorort gebucht.
    Mit Taca sind wir von La Paz nach Quito über Lima geflogen. Den Flug haben wir bei Zori gebucht.

Reiseroute und Dauer:

  • Peru - Bolivien - Ecuador
  • Berlin - Amsterdam - Lima - Arequipa - Cusco - Aquas Calientes - Puno - La Paz - Quito - Galapagos - Quito - Amsterdam - Berlin
  • Gesamtreisedauer: 4 Wochen
  • Peru: 17 Tage
  • Bolivien: 3 Tage
  • Ecuador: 10 Tage

Gesundheit:

  • Ich will hier niemanden Angst machen aber Ignoranz kann hier schlimme Folgen haben. Ihr würdet doch auch nicht aus einem Flugzeug ohne Fallschirm springen und in diesem Fall sind die Impfungen euer Fallschirm. Mit einer guten medizinischen Vorsorge steht einer unbeschwerten Reise nichts im Weg.
    Ein ausreichender Impfschutz braucht Zeit also kümmert euch rechtzeitig. Beginnt mit den Vorbereitungen mindestens zwei Monate vor Abreise.

  • Das Blatt wendet sich gerade viele Krankenkassen bezahlen die Impfungen.
    Ich bin kein Arzt alles was ihr hier lest beruht auf meinem Erfahrungen und Wissen. Die Gefährdungslage vor Ort ändert sich ständig.
    Redet mit euren Hausarzt wenn er in Tropenmedizin erfahren ist oder wendet euch an das nächste Tropeninstitut.

  • Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte man unbedingt dabei haben. In ihr sollten folgende Dinge vorhanden sein: Pflaster in verschiedenen Größen, kleine Verbände, eine Pinzette, eine Schere, Tabletten gegen Durchfall und nicht nur welche die den Durchfall stoppen sondern auch welche die Darmflora aufbauen, Fiebermittel Paracetamol besser als ASS oder Aspirin und eventuell auch Einwegspritzen mit Kanüle.
    Ein gutes Antimückenmittel ist sehr wichtig in Malariagebieten.

  • Der beste Schutz gegen durch Mücken übertragene Krankheiten ist keinen Mückenstich zu bekommen.
    Dies erreicht man durch richtige Kleidung: lang und möglichst hell und schützt eure Füße und Fersen. Antimückenmittel sind unverzichtbar.

  • Unbedingt empfohlene Impfungen für jede Fernreise:

    Diphtherie + Polio + Tetanus
    Grundimpfschutz der auch am Heimatort vorhanden sein sollte.
    Hepatitis A
    Übertragung durch Lebensmittel, Handkontakt mit anschließendem Mundkontakt
    Inkubationszeit 2- 7 Wochen
    Hepatitis B
    Übertragung Blut und Sexualkontakte
    Inkubationszeit 1- 6 Monate
    Hepatitis A und B können in einer Kombiimpfung geimpft werden deshalb empfehle ich beide. Hepatitis B ist wesentlich leichter übertragbar als HIV.

  • Empfohlene Impfungen und Vorsorge für Ecuador:

    Typhus
    Übertragung Lebensmittel
    Inkubationszeit 1- 10 Tage
    Tollwut
    Übertragung meist Biss durch Tiere
    Inkubationszeit 3- 10 Wochen
    Selbst durch kleinste Katzer an der Haut von einem Tier zugefügt kann Tollwut übertragen werden. Auch wenn ihr nicht geimpft seid ist unmittelbar nach der Infektion noch eine sichere Therapie möglich. Im Zweifelsfall geht immer davon aus das dieses Tier Tollwut hat!!! Tollwut verläuft nach dem Auftreten der ersten Symptome immer tödlich!!!
    Malaria
    In Galapagos gibt es kein Malariarisiko und im restlichen Landesgebiet nur unterhalb 1500 Meter!
    Übertragung durch Mücken die hauptsächlich am Abend und in der Nacht aktiv sind
    Inkubationszeit 7 Tage bis mehrere Monate - Auch nach der Rückkehr gebt immer bei verdächtigen Erkrankungen an das ihr euch in einem Malariagebiet aufgehalten habt.
    Leider kann nicht gegen alles geimpft werden eine Malaria Vorsorge ist unbedingt nötig. Entweder eine Prophylaxe d.h. tägliche Tabletteneinnahme z.B. Malarone oder eine "Standby-Ration" für den Ernstfall. Leider ist Malarone sehr teuer 12 Tabletten kosten 55 Euro für die Prophylaxe wird pro Tag eine Tablette benötigt, während des Aufenthalts in den gefährdeten Gebieten plus eine Tablette für den Tag davor und 6 Tabletten für 6 Tage nach Abreise aus dem Gebiet. Als Standby-Ration benötigst du 12 Tabletten.
    Gelbfieber
    Gelbfieber wird übertragen durch Mücken
    Inkubationszeit: 3- 7 Tage
    Einige Länder verlangen bei der Einreise aus Gelbfiebergebieten eine Impfbescheinigung.

  • Weitere Gefährdungen für die es keine Vorsorge gibt:

    Dengue-Fieber
    Geringes Risiko!
    Übertragung durch Mücken die am Tage und am Abend aktiv sind.
    Inkubationszeit 2-8 Tage
    Therapie: Arzt aufsuchen, Ruhe und Paracetamol kein ASS/Aspirin
    Durch die Erderwärmung nehmen im Moment in vielen Teilen Asiens Erkrankungen an Denguefieber stark zu.
    Hepatitis C
    Übertragung Blut und selten Sexualkontakte
    Keine Impfung möglich!
    Höhenkrankheit
    Oberhalb einer Höhe von 2500 Meter können Symptome der Höhenkrankheit auftreten. Die Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Herzrasen und Schlaflosigkeit. Vermeiden kann man die Höhenkrankheit durch einen langsamen Aufstieg von max. 500 Metern am Tag und langen Gewöhnungsphasen. Auch das Trinken von Cocatee oder das Kauen der Cocablätter mildern die Symptome der Höhenkrankheit.
    Beim starken Auftreten der Symptome sollte man sofort absteigen und einen Arzt aufsuchen. In schweren Fällen kann die Höhenkrankheit tödlich enden.
    Wir hatten ab Cusco zeitweise mit Übelkeit und Appetitlosigkeit zu kämpfen. Besonders schlimm wurde es dann in La Paz. Zurück auf Meeresspiegelhöhe auf den Galapagosinseln verschwanden die Symptome innerhalb weniger Stunden. Bis der Körper sich wieder vollkommen normal verhalten hat vergingen drei Wochen.

Planung:

  • Die Planung der Reise beginnt gewöhnlich mit einer Idee im Kopf in einem gut sortierten Buchladen. Mit den dort vorhandenen Reiseführern läßt sich die Machbarkeit prüfen und man erhält einen ersten Überblick der groben Kosten.
    Dies soll keine Werbeseite werden aber beim Thema Reiseführer muss ich hier mal den "Lonely Planet" erwähnen. Ich kenne keinen anderen Reiseführer der so übersichtlich aufgebaut ist. Inzwischen gibt es auch die ersten Ausgaben in deutscher Sprache. Auf allen größeren Reisen war der entpsrechende "Lonely Planet" immer dabei.
    Es hat sich bewährt ein Großteil der Transporte und Übernachtung vorher zu klären. Ansonsten verbringt man sehr viel wertvolle Urlaubszeit vor Ort mit der Organisation. Für Leute die mehr Zeit haben sicher kein Problem. Allerdings sollte man sich immer ein kleines Abenteuer vor Ort offen halten.
lostrotamundos.de
Christian Hertzer

Reisebericht Ecuador mit Fotos letzte Änderung 07/2007

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